Rückzug statt Neujahrs-Hype. Warum ich meinem Tempo folge, die SinnFühlerei sich wandelt - und wie daraus eine neue Vision entsteht. Echtheit statt Druck.

Ich bin noch nicht da. Ich bin noch mittendrin.
Ich könnte schreiben: Neues Jahr, neues Ich.
Aber das wäre gelogen.
Letztes Jahr hab ich ein Visionboard erstellt.
Als bewusster erfolgreicher Mensch macht man das schließlich so.
Im Laufe des Jahres habe ich es auf den Müll geworfen.
Ja, richtig auf den Müll.
Ich hab's nicht entsorgt, weil ich dachte, dass passt nicht mehr.
Sondern: Weil es mich so dermaßen unter Druck gesetzt hat.
Jedes Mal wenn ich es anschaute, spürte ich Druck.
Auf der Brust. Auf den Schultern.
Ich sah all die fancy Ziele und nichts kam.
Warum kommt es nicht, hab ich mich gefragt?
Die Antwort lautete: Kontrolle.
Ich wollte es so sehr sofort haben, dass ich mit dieser Art der Kontrolle alles von mir wegschob, statt leicht zu mir hin.
Hingabe sieht anders aus.
Mein Tempo war da gar nicht abgebildet.
Jedes Mals wenn ich darauf schaute und die Bilder ansah, zeigte es mir,
was ich alles noch nicht geschafft habe.
Was für ein Mist.
Also flog es auf den Müll.
Ja, für manche ist das ein tolles Tool.
Für mich nicht.
Für mich war es Sklaverei für mein Inneres.
Und seit diesem Tag, wo es im Müll landete, ging es mir besser.
Der Druck in meinem Körper war weg.
Die Last auf meinen Schultern wurde spürbar leichter.
Ich musste nicht mehr jeden Tag zusehen, was alles noch nicht da war.
Und ja die ganzen Manifestations-Coaches mögen jetzt ihre Programme zücken.
Das passt für mich nicht.
Ich brauche Realität. Echtheit. Wahrheit. Tiefe.
Und ja ich shifte meine Realität.
Aber in meinem Tempo und nicht in Abhängigkeit von einem Visionboard.
Also zurück zum Status quo: Ich bin noch mittendrin.
Im Rückzug. Im Leisewerden. Im Schlafmodus.
Draußen ist es kalt, grau, frostig.
Und auch in mir ruht noch vieles.
Ich wandle manchmal mit den Jahreszeiten.
Manchmal nicht.
Manchmal zieht sich mein Inneres zurück.
Aus Achtung vor dem, was noch reifen will.
Manchmal explodiert es einfach so.
Dann muss es sofort raus.
Was soll schon passieren, wenn es nicht nach Plan läuft?
Und wen interessiert es, ob etwas nach Plan läuft? (...Und ja der Controller in mir schreit gerade ganz laut und deutlich - aber Gefühl folgt keinem Plan!)
Das neue Jahr beginnt für mich nicht am 1. Januar mit einer Rakete.
Es beginnt, wenn ich innerlich bereit bin wieder zu erwachen.
Meistens wenn die Erde wieder weich und wärmer wird.
Aber in der Regel, dann, wenn mein Körper sagt:
Jetzt. Jetzt darfst du wieder raus.
Bis dahin bin ich noch da, aber nicht sichtbar.
Ich fühle. Ich sortiere. Ich lasse Altes sterben,
damit das Neue nicht aus Zwang entsteht,
sondern aus Wahrheit.
Die Welt da draußen passt nicht mehr zu mir.
Ich spüre es seit Jahren.
Diese Welt da draußen spiegelt nicht mehr,
wer ich geworden bin.
Oder besser gesagt: wer ich nicht mehr bin.
Die, die ich mal war, gibt es nicht mehr.
Mit jedem Wachstumsschritt ist mein Inneres größer geworden.
Und die Welt um mich herum enger.
Zu laut. Zu schnell. Zu funktional. Zu viel.
Ich passe da nicht mehr rein.
Und nein ich bin nicht besser als andere.
Ich bin einfach nicht mehr bereit, mich kleinzumachen.
Für etwas. Für jemanden.
Früher habe ich mich angepasst.
Mich verbogen.
Mich leiser gemacht, damit andere lauter sein dürfen.
Weil man eben nicht laut sein darf.
Mich verkleinert, damit niemand Angst hat vor meiner Größe.
Heute tue ich das nicht mehr.
Heute gehe ich in meinem Tempo.
Im Takt meines Körpers. Meiner Gefühle. Meines Zyklus.
Die SinnFühlerei wächst mit mir - nicht gegen mich.
Letztes Jahr war viel.
Workshops. Retreats. Einzelbegleitungen.
So viele intensive Begegnungen, in denen sich immer wieder eines klar herausbildete:
Bis hierhin und nicht weiter.
Ob Beziehung, Job, Gesundheit oder Geld:
Es ging immer um die eine Grenze, die endlich gehalten wurde.
Und es ging um Mut.
Mut, sich selbst zu begegnen. Nicht der Idee, wie man sein sollte.
Ich durfte Menschen begleiten, die bereit waren, genau da hinzusehen.
Und dabei habe ich selbst so viel gelernt.
Über mich. Über das Leben. Über das, was wirklich zählt.
Denn keine Begleitung und kein Retreat war wie das andere.
Jeder Mensch, jede Geschichte, jedes Symptom war anders.
So einzigartig wie eine Farbnuance.
Und genau das liebe ich an meinem Wirken.
Dass es keine Schablone braucht.
Sondern echtes Sehen. Und echtes Fühlen.
Und trotzdem spüre ich: Es braucht noch etwas anderes.
Ich habe im letzten Jahr einen Businessplan geschrieben - zig Seiten lang und viel zu ausführlich.
ABER: Ganz unten, fast unscheinbar, stand da eine Vision.
Groß. Klar. Vielleicht zu groß. Damals.
Heute weiß ich: Es ist Zeit.
Die SinnFühlerei wird bleiben.
Aber sie darf sich wandeln.
Und aus ihr darf noch etwas Neues entstehen.
Etwas, das nicht nur begleitet.
Sondern auch bildet, verbindet, inspiriert.
Ich werde einen Raum schaffen.
Einen Raum für alle, die tiefer verstehen wollen,
wie körperliche Symptome mit emotionalen und mentalen Ebenen zusammenhängen. Und wie systemische, kreative, mentale Tools unterstützen können beim Thema dahinter.
Keine Schulmedizin gegen Coaching.
Kein spiritueller Zirkus.
Sondern Klarheit. Tiefe. Verbindung.
Ich trage gerade alles zusammen, was es dafür braucht.
Die Vision wächst.
Langsam. Leise. Aber sie wächst.
Mein Weg war nie gerade.
Ich bin durch viele Felder gegangen.
Angefangen hat alles mal mit toxischen Beziehungen.
Dann kamen Chakren, Spiritualität, Licht und Liebe.
Auch Gesundheitsthemen.
Ich habe mich durchgearbeitet. Durchgefühlt. Durchgefragt.
Und dann kam Marc von Bewusstseinssurfen und hat mir geholfen zu verstehen,
dass auch Spiritualität ein Umweg sein kann.
Ein Feld, das mich lange getragen hat,
aber mich auch von mir selbst entfernt hat.
Weil es zu oft vertröstet, statt wirklich hinzuschauen.
Zu oft verklärt, statt zu klären.
Heute weiß ich:
Wahrheit ist leiser.
Aber klarer.
Und sie fängt immer im Körper an.
Ich bin also noch nicht da.
Und paradoxerweise doch irgendwie schon.
Was bleibt. Und was sich verändert.
Die SinnFühlerei bleibt.
Mit ihrer Klarheit, Tiefe, Direktheit.
Mit der radikalen Weigerung, Symptome nur zu bekämpfen,
ohne das zu fühlen, was sie eigentlich zeigen.
Was sich verändert, ist das Wie.
Ich werde das Retreat-Format anpassen.
Kompakter. Klarer. Ehrlicher.
Freitag bis Sonntag - statt vier Tage mit Übernachtung.
Nicht, weil es weniger wert ist.
Sondern weil mein Leben gerade anderes braucht.
Meine private Situation lässt keine Schlafgäste mehr zu.
Aber ich begleite dich trotzdem.
Mit der gleichen Tiefe.
Mit der gleichen Präsenz.
Und ja: Ich helfe dir bei der Unterkunft.
Damit du dich trotzdem sicher fühlen kannst.
Auch ohne Gästebett bei mir.
Was dazu kommt
Der erste Schritt zu meiner Vision:
Eine Art Akademie.
Ein Raum, der systemisches, kreatives, mentales und körperliches Arbeiten verbindet.
Ein Raum für Ärzt:innen, Therapeut:innen, Heilerarbeiter:innen und alle, die spüren:
So wie wir bisher arbeiten, reicht es nicht mehr.
Weil der Mensch kein Körper allein ist.
Und auch kein Fall.
Kein Symptomschlüssel.
Keine Akte.
Sondern ein ganzes Wesen.
Und damit die ganze Schoße nicht einfach nur ein Hirngespinst bleibt, schreib ich schon wieder an meinen Businessplan.
Denn genau das hilft mir meine Idee wirklich in Worte und Strategie umzusetzen.
Und der Controller in mir nickt zufrieden ;)
Was mich trägt
Ich brauche keine Bühne.
Ich brauche keine Show.
Ich brauche nur das, was echt ist.
Und ein stabiles Umfeld.
Und deshalb wächst alles in meinem Tempo.
So wie der Frühling.
Nicht, weil jemand pünktlich den Kalender umblättert,
sondern weil das Leben wieder in mir pulsiert.
Wenn du mich also in den letzten Wochen nicht gesehen hast:
Ich war nicht weg. Ich war da.
Nur nicht sichtbar.
Ich habe aufgeräumt.
Getrauert.
Losgelassen.
Gefühlt.
Neues erforscht.
Mich sortiert.
Und jetzt geht es weiter.
Nicht schneller. Nicht größer.
Aber echter.
Ich bin auf dem Weg.
Langsam. Wahrhaftig. In meinem Rhythmus.
Nicht getrieben, sondern getragen.
Und ich lade dich ein:
Wenn du mitgehen willst, dann geh mit.
Aber nicht, weil du musst.
Sondern weil du spürst: Es ist auch dein Weg.
Herzlichst,
Sandra I Die SinnFühlerei I www.sinnfuehlerei.de
Meine Begleitung ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und gebe keine Heilversprechen. Meine Arbeit versteht sich als ergänzende Unterstützung, die die emotionale Ebene von Symptomen sichtbar macht und mit systemischen, kreativen und mentalen Ansätzen begleitet.
Sinnflut – Fühlen. Verstehen. Wachsen.











